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Yoga ist wie das Leben

Peri Güte, Leben, Relax, Vertrauen, Yoga Kommentar

Am vergangen Freitagabend — als sich Hamburg wegen des G20-Gipfels in einer Art unwirklichem Zustand befand — wusste ich nur noch eine Sache mit mir anzufangen: zum Yoga gehen.

Dem schönen Wetter und dem surrealen Zustand — in dem sich unsere Stadt befand — geschuldet, hatten sich auch nur sehr wenige andere Yogis im Yogastudio eingefunden.

40 Grad, 90 Minuten: Irgendwann während der Stunde — als ich vor mich hinschwitzte — kam mir dieser Gedanke, dass eine Yogaklasse sehr viele Parallelen zum Leben außerhalb des Yogaraums hat. Eigentlich kam mir dieser Gedanke schon öfter, trotzdem war er dieses Mal so ganz besonders klar. Vielleicht lag es daran, dass es so leer im Raum war und alle sehr konzentriert mitmachten, vielleicht auch an der Gesamtstimmung in der Stadt, dass mir der Gedanke kam, dass wir diese 7 Yoga-Weisheiten gut auf unseren Alltag übertragen können.

1. GIB DEIN BESTES BEIM YOGA

Es geht nicht darum, die Yogaübung perfekt auszuführen und die Asana so aussehen zu lassen, wie im Bilderbuch. Yoga ist ein Prozess. Jede Yogaübung fühlt sich jede Yogastunde immer etwas oder sogar sehr anders an.

Nicht jede Übung gelingt gleich gut. Auch die Asanas, die schon einmal gut gelungen sind, müssen in der nächsten Yogastunde nicht wieder gut gelingen. Es gibt keine Garantien beim Yoga. Darum geht es auch nicht. Es geht beim Yoga darum, immer sein Bestes zu geben. So wie im Leben auch. Gib einfach ehrlich und aufrichtig dein Bestes. Nicht mehr und nicht weniger.

2. BLEIB MIT DEINER AUFMERKSAMKEIT BEI DIR

Schau nicht nach links oder rechts, was die Person nebenan macht, sondern bleib bei dir. Vergleiche sind unnötig und machen deine Yogapraxis nicht besser. Denn du bist du und du setzt eine Asana so um, wie du kannst. Urteile über wie gut oder wie schlecht das andere können lenken nur vom Wesentlichen ab.

Auch im Leben lenken wir uns oft genug unnötig mit Vergleichen und Urteilen ab. Stell dir vor, du würdest all deine Energie aus diesen Aktivitäten abziehen und sie auf Dinge richten, die dich persönlich voranbringen. Wie würde sich dein Leben dann verändern?

3. YOGA IST EIN TANZ ZWISCHEN ANSPANNUNG UND ENTSPANNUNG

Yoga ist immer ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Die Integration von Savasana ist die Besonderheit, die Yoga ausmacht. Die Savasana — also sich ruhig auf den Rücken zu legen, sich auf den Atem zu konzentrieren und zu entspannen — ist sogar noch viel wichtiger als die alle anderen Asanas.

Interessanterweise sagen viele, dass Savasana die schwierigste Yogaübung überhaupt ist. Du profitierst auf viele Weisen von Savasana, denn sie ist die Asana, die dein Nervensystem beruhigt. Savasana hilft dir, alle vorangegangen Asanas zu verarbeiten und loszulassen. Savasana lehrt uns, dass loslassen und entspannen sehr wichtig ist.

4. Sei gütig mit dir

Nicht alle Yogaübungen klappen so, wie wir uns das vorstellen. Die Kunst ist, ohne Erwartungen, aber mit ganz viel Wertschätzung für sich selbst an die Yogapraxis heranzugehen.

Im Yogaraum heißt es immer, dass wir gütig zu uns sein sollen, wenn wir eine Pose (Asana) nicht so hinbekommen, wie wir das gerne hätten. Wenn du dich selbst kritisierst, wird es auch nicht besser. Mach eine Pause und dann — wenn es wieder geht — fang wieder an, dein Bestes zu geben.

5. WENN ES ANSTRENGEND WIRD, ATME DICH DA DURCH

Manche Asanas sind wirklich sehr anstrengend. Es gibt manchmal die hartnäckige Überzeugung, dass Yoga total leicht ist und für Menschen, die sich mal ein wenig dehnen möchten. Alle, die so denken, lade ich dazu ein, eine Stunde Bikram Yoga zu praktizieren. Bei 40 Grad Celsius und 90 Minuten Yoga ist es in der ersten Stunde schon eine fabelhafte Leistung, durchzuhalten und nicht aus dem Raum zu gehen.

Wenn es dann in einer Übung so ist, dass es sich einfach nur anstrengend anfühlt, konzentriere dich auf deinen Atem. Wenn es anstrengend wird, dann lässt der Stress oft nach, wenn du dich auf etwas anderes konzentrierst. Der Atem hilft dir, dich wieder auf den jetzigen Augenblick zu besinnen und etwas Abstand zu gewinnen.

6. DU BIST STÄRKER ALS DU DENKST

Beim Bikram Yoga gibt es durchaus Momente in denen dir das durch den Kopf gehen könnte: der Raum brennt, mein Körper glüht! Hilfe! In diesen Momenten fängt vielleicht dein Kopf an dir zu sagen, dass du am besten sofort den Raum verlassen musst. Womöglich denkst du als nächstes, dass du verrückt sein musst, überhaupt zum Yoga gegangen zu sein und mit Sicherheit auch nicht nochmal wiederkommst. Außerdem bieten sich dann auch noch solche Gedanken an: Ich mache auf gar keinen Fall noch eine einzige Übung mit und schon gar nicht die, die als nächstes kommt!

Aber dann weißt du irgendwie, dass das nur Gedanken sind, dass diese auch vorbeigehen und du machst dann doch die nächste Asana mit. Denn du weißt, dass du stärker bist als deine Gedanken, die dein Ego produziert und diese vorbeiziehen lassen kannst.

7. BEDANKE DICH BEI DIR SELBST

Mit jeder Yogastunde tun wir uns etwas Gutes und geben unser Bestes. Dann ist es am Ende der Yogastunde nur natürlich, dass wir uns bei uns selbst bedanken, dass wir uns dieses Geschenk gemacht und so gut durchgehalten haben.

Sei das Licht
Peri

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