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Geduld ist einfach, wenn du vertraust

Peri A Course in Miracles, Ein Kurs in Wundern, Geduld Kommentar

Ich habe letzte Woche schon einmal darüber berichtet, dass mir Antworten und Klarheit oft in einer Yogastunde kommen. Denn durch die Yogapraxis entsteht in mir ein Einklang zwischen Körper, Geist und Seele. Dieser Einklang sorgt dafür, dass ich Dinge aus einer höheren Perspektive betrachten kann. 

Yoga bringt das, was bei uns im Alltag aus der Bahn geworfen wird, sanft wieder zusammen und wir sehen dadurch viel klarer. Yoga ist wie eine gütige Lehrerin, die dich sanft immer wieder daran erinnert, wer du wirklich bist und zu was du wirklich fähig bist. 

Letzten Mittwoch hatte ich schon wieder diesen Moment: Große Frage, keine Antwort. Ich wollte gern wissen, wie ich am besten für alle Beteiligten mit einer bestimmten Situation umgehe. Als ich dann am Abend auf meiner Yogamatte stand, dachte ich, mal sehen, ob ich eine Antwort auf meine Frage erhalte. Ich war zwar offen für eine Antwort, aber dennoch kann ich Antworten auch nicht durch Yoga erzwingen. Sie kommen oder eben halt nicht. Beides ist gut. Zu lieben was ist. Das ist eine lebenslange Lernaufgabe. 

Da lag ich nun in der Yogastunde im Shavasana und sollte idealerweise an nichts denken. Und eigentlich habe ich auch an nichts gedacht, als mir plötzlich dieser Satz in den Sinn kam: 

„Geduld ist natürlich für diejenigen, die vertrauen.“

Warum wir keine Geduld und kein Vertrauen besitzen

Das war meine Antwort auf die Situation: Geduld und Vertrauen

Ich hatte wieder einmal vergessen zu vertrauen, dass Dinge passieren, wenn sie passieren und nicht, wenn ich es gern — am besten jetzt — so haben möchte. Meine Ungeduld ist immer ein Zeichen dafür, dass ich der Intelligenz und guten Absicht des Universums derzeit nicht vertraue. Da ich nicht vertraue, ist Geduld weit weg. Ich bin dann eher versucht, Dinge allein regeln zu wollen und das mit Druck und kopflosen Aktionen. Wenn wir uns da nicht bremsen lernen und tief durchatmen, dann passieren die richtig dummen Sachen. Impulskontrolle ist ein Segen in solchen Situationen. 

Meist aber verfallen wir in blinden Aktionismus, weil wir am liebsten jetzt und hier schon Beweise dafür sehen möchten, dass alles sich alles so ergibt, wie wir (unser Ego) es gern hätten. Aber so funktioniert es einfach nicht. Zumindest nicht, wenn du ein wirklich gutes und liebevolles Resultat für alle Beteiligten willst. 

„Geduld ist natürlich für diejenigen, die vertrauen.“ Dieser Satz ist — natürlich, wie sollte es bei mir denn auch anders sein — aus Ein Kurs in Wundern.

Angst, Ungeduld, Zweifel etc. sind immer ein Anzeichen dafür, dass wir nicht genug vertrauen, dass alles sich zu unseren Gunsten (unserem Wachstum) entwickelt. Unsere größte Hürde zu vertrauen und Geduld zu üben, liegt in der Ungewissheit. Wir wollen genau wissen, wann und wo etwas eintreffen wird. Am liebsten auch noch schnellstmöglich Beweise sehen. Aber genau deshalb hängen unser Glück und unsere Zufriedenheit an einem sehr seidenen Faden. Wir machen unser Glück und unsere Zufriedenheit von äußeren Umständen abhängig, die erst eintreffen müssen. 

Vertrauen: Gehe in Vorleistung

Uns fällt es so verdammt schwer, einfach zu vertrauen und Geduld zu haben, obwohl noch nichts konkretes passiert ist. Dinge gehen meist so in Erfüllung, wie wir es benötigen, um zu wachsen. Wachstum ist unsere eigentliche Aufgabe hier. Ganz konkret heißt das, dass unsere Aufgabe ist, die liebevollste, gütigste und erwachteste Version von uns zu sein. Wir können durch Schmerz oder durch Freude wachsen. Diese Wahl liegt bei uns. Ob wir Schmerz oder Freude empfinden liegt vor allem an uns und wie wir uns aussuchen auf Ereignisse zu blicken und wer wir uns aussuchen wollen in einer Situation zu sein. 

Es geht immer wieder darum, zu vertrauen, dass alles gut ist, genauso wie es in diesem Moment ist. Alles ist darauf ausgerichtet, dass wir wachsen — die liebevollste Version unserer selbst werden. Damit wir das tun können, müssen wir alle Illusionen, die wir im Laufe unseres Lebens über uns und das Leben erlernt haben wieder verlernen. Damit wir das tun können, müssen wir wieder zu unserem wahren Kern, der unveränderlich, liebevoll, unschuldig und mit allem verbunden ist, zurückfinden. Das ist, was ich unter Erleuchtung verstehe. 

Erleuchtung (Erwachen)

„Erleuchtung ist gar keine Veränderung, sondern ein Wiedererkennen“ — Ein Kurs in Wundern.

Erleuchtung ist die Erkenntnis zu der wir wieder erwachen, dass alles eins ist, das es jenseits der menschlichen Erfahrung eine absolute Wahrheit gibt, ein anderes Bewusstsein, dass wir alle miteinander verbunden sind. Nicht im offensichtlichen Sinne (mit der Wahrnehmung unserer fünf Sinne, der menschliche Filter). Diese Art von Verbindung kannst du nur wahrnehmen, wenn du mehr Stille praktizierst, mit deinem Herzen wahrnimmst und deine Intuition schärfst. 

Sei das Licht
Peri

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Deine Peri

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