Peri Soylu, Life Coaching, keine Zufälle, happycoollovede

Notizen an mich selbst: Es gibt keine Zufälle*

Peri Achtsamkeit Kommentar

Heute habe ich ein Gedankenexperiment für dich:

Was wäre, wenn du nur einfach vertrauen könntest, dass es für alles, was in deinem Leben passiert, einen Grund gibt? Was wäre, wenn es wirklich keine Zufälle gäbe?

Das heißt nicht, dass du den Grund für die Ereignisse in deinem Leben sofort verstehst. Vielleicht verstehst du die Gründe erst später, vielleicht aber auch nie — aber was wäre, wenn du nur glauben könntest, dass das Leben für dich passiert?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass alles Schmerzliche, was dir im Leben widerfahren ist, vielleicht nur dazu da war, dich aufzuwecken, dich zu heilen und dich wachsen zu lassen?

Laut Rumi ist die Wunde der Ort, an dem das Licht in dich eintritt. Die Frage, die sich aus dieser Idee ergibt ist immer: Wirst du hinsehen, wirst du das Licht bemerken oder weiter vor deinem Wachstum davonlaufen?

Die Macht, etwas zu verändern liegt bei dir

Solange du denkst, dass alles zufällig ist und die Macht, dich zu verändern außerhalb von dir liegt, wirst du wohl eher vor deiner Verantwortung weglaufen. Du wirst auch nicht wachsen, wenn du dich zu sehr davon abhängig machst, was andere Menschen von dir denken könnten. Vor allem wirst du immer Gründe für deine Selbstsabotage finden, wenn du davon überzeugt bist, dass du nicht gut genug bist oder es nicht verdienst.

Wenn du aus solchen Überzeugungen dein Leben lebst, dann ist dein Leben immer stressig. Vielleicht fühlst du sogar, dass es bedeutungslos ist. Wenn du annimmst, dass du keine Macht über deine Veränderung hast, dann scheint alles anstrengend und du hängst irgendwie fest. Du kämpfst um dein Überleben und an Wachstum ist gar nicht zu denken. Deine irrationalen Ängste haben dein Leben voll im Griff und du erlebst somit immer wieder das Gleiche. Deine Vergangenheit bestimmt, was du im Hier und Jetzt erlebst.

Hinsehen lernen ohne zu beurteilen

Diese Ängste sind aber nicht deine wahre Natur. Sie sind nur Emotionen, die du ohne Beurteilung wahrnehmen kannst, anstelle sie immer wieder zu unterdrücken und vor ihnen wegzulaufen. Solange du dort nicht hinsiehst und nicht annimmst, dir nicht die radikale Wahrheit darüber eingestehst, entgehst du der Chance, deine Wunden zu heilen und deine Lage zu transzendieren.


Unser Leben hört nicht mit dem Schmerz auf. Das ist nicht die Phase in der wir verharren sollen. Erst der Schmerz, dann der Wachstum heißt, Schmerz ist nicht der letzte Schritt. Wachstum ist der letzte Schritt. Aber dafür ist es nötig, dass du auf den Schmerz blickst und nicht, dass du einen Bypass legst.

Heilen tust du immer dann, wenn du in der Lage bist, Situationen, die dich verletzt haben auf eine Art und Weise zu sehen, die dir eine gute Absicht — oder allgemein das Gute in einer Situation zeigen, die vielleicht insgesamt schmerzvoll war. Dafür bedarf deine Sicht eine Metaebene.

Dieses finden der Metaebene erfordert training.So wie du dich darin geübt bist, immer wieder das Negative in einer Situation zu sehen, kannst du dich ab jetzt immer darin üben, die guten Dinge, das Erlernte, die Stärken, die du daraus gewonnen hast, zu sehen.

Auch deine geistigen Muskeln wollen trainiert werden. Du kannst deine Gedanken und deine Perspektive trainieren oder du kannst diese Disziplin nicht aufbringen und dein Ego wird dich kontrollieren. Wenn du diese eindimensionale Weise, deine Welt zu betrachten hinter dir lässt, können Dinge vielleicht wieder einen Sinn für dich ergeben, die bis dato einfach keinen Sinn für dich ergeben haben.

Die Regeln sind simpel, aber nicht immer einfach

Das ist bestimmt nicht immer einfach. Vor allem, wenn dir jemand auf menschlicher Ebene wirklichen Schaden zugefügt hat. Aber versuche, das Gute in jeder Situation zu sehen. Auch wenn die Situation zu 99% schrecklich war, versuche diesen 1% zu finden, der dich vorangebracht hat. Viellicht hast du etwas gelernt, bist emphatischer, gütiger, freundlicher, bescheidener oder kannst Menschen unterstützen, denen ähnliches widerfahren ist.

Vergiss nicht, dass wenn du jemand anderem nicht vergibst und immer wieder darauf beharrst, dass sie dir unrecht getan haben — was wirklich auf menschlicher Ebene auch so sein mag — du vor allem dir schadest. Du lässt diese Menschen nicht los, deshalb haben sie heute noch Macht über deine Emotionen, deine Gedanken und dein Verhalten. Willst du wirklich einer andere Person so viel Macht über dich geben?

Vergiss nicht: Personen tun Dinge, weil sie — auf einer bestimmten Ebene — denken, dass ihr Handeln für sie etwas Positives birgt. Meist ist ihnen diese positive Absicht nicht bewusst.

Wenn jemand dich verletzt hat, liegt deine Erlösung immer darin, zu vergeben, loszulassen und darüber hinaus zu wachsen. Immer.

Wenn du dich jetzt vielleicht fragst, was die positive Absicht von jemandem war, der dich verletzt hat, dann ist das natürlich eine sehr berechtigte Frage.

Vergeben ist nicht gleichzusetzen mit billigen

Wenn jemand verletzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Person, die verletzt, auf irgendeine Art sich von eigenem Schmerz zu befreien versucht. Die Methode jemanden zu verletzen, um sich von seinem eigenen Schmerz zu befreien ist natürlich nicht ideal. Aber wenn du erkennen kannst, dass es diesen Menschen nicht gut gehen kann, dann kannst du vielleicht im Ansatz verstehen, was los war.

Es zu verstehen, heißt nicht, dass du es akzeptierst, wenn jemand dir schadet. Du solltest dir aber bewusst darüber sein, dass diese Person das Gleiche oder Schlimmeres mit sich selbst macht und dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass jemand Ähnliches mit dieser Person gemacht hat. Oft wird Schmerz weitervererbt bis jemand in der Kette mutig genug ist, mit diesem Zyklus zu brechen.

Vergiss nicht: Wenn du andere beschuldigst, dann bleibst du auf einer Ebene hängen, wo die Lernerfahrung, die du ansonsten hättest erfahren können, an dir vorbeigeht.

Nochmals: Es geht nicht darum, dass du Ungerechtigkeit akzeptieren sollst. Dennoch ist wirkliche Heilung nur erfahrbar, wenn du vergibst und eine neue Perspektive einnimmst. Eine liebevolle Perspektive.

Wenn du den Schmerz hinter den Handlungen, die dich verletzt haben, erkennst bist du im Verstehen und dort kannst du eine andere Perspektive einnehmen. Es ist deine Verantwortung für dich das Beste aus dieser Situation zu machen, wenn dein Glück dir am Herzen liegt. Dein Glück und dein Frieden hängen davon ab, wie du mit einer Situation umgehst und welche Perspektive du einnimmst.

Wenn du dich auf eine andere Ebene begibst, wo es um Vergebung, Wachstum und Güte geht, dann kann sich deine Sicht auf die Dinge vollkommen verändern.

*P.S.

Mit manchen Ereignissen und Menschen ist dieses Gedankenexperiment natürlich leichter als mit anderen. Es gibt Dinge, die schwer nachzuvollziehen sind und du kannst nicht alle schmerzlichen Ereignisse verstehen. Aber du hast immer die Freiheit, an eine andere Ebene zu glauben, in der alles einen Sinn ergibt. Das heißt nicht, dass du immer Zugang zu diesem Sinn hast. Vielleicht ist es auch so, dass du es in deinem menschlichen Dasein nie ganz erfassen können wirst. Dennoch kann der Glaube, dass es eine andere Ebene zu den Geschehnissen in der Welt und in deinem Leben gibt, etwas tröstliches und heilsames haben. Und dennoch schadet das Festhalten an eine Vergangenheit und der Unwillen zu vergeben zuerst uns. Vergebung und Perspektivwechsel geschehen aus Selbstinteresse. 

„Es bedarf beträchtlichen Lernens, um zu verstehen, dass alle Dinge, Geschehnisse, Begegnungen und Umstände hilfreich sind.“ — Ein Kurs in Wundern

Sei das Licht
Peri

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Deine Peri

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