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Wie vertrauensvoll lebst du?

Peri Soylu Ein Kurs in Wundern Kommentar

„Versuche, ein weißes Blatt Papier zu sein. Sei ein Fleckchen Erde, auf dem nichts wächst, aber etwas gepflanzt werden könnte, vielleicht ein Same des Absoluten.“ — Rumi

Vertrauensvoll zu leben, anstelle alles kontrollieren zu wollen, ist für uns oft eine große Herausforderung. Wenn wir die Wahl zwischen Kontrolle und Vertrauen haben, wählen wir normalerweise lieber Kontrolle.

Im Englischen gibt es ein Wort, welches in diesem Zusammenhang sehr gut passt. Es lautet  „to surrender“. Die direkte deutsche Übersetzung lautet „aufgeben“ oder „kapitulieren“. Für mich drückt dieses Wort perfekt aus, was passiert, wenn wir wirklich vertrauensvoll sind. Nachdem wir alles gegeben haben, wozu wir in der Lage waren, geben wir die Kontrolle ab und geben auf, uns an ein bestimmtes Ergebnis festzuklammern.

Wenn wir das tun, dann erlauben wir es dem Leben, dass es sich natürlich für uns entfalten kann. Immer wenn du dich an Dinge, Konzepte und Ergebnisse festklammerst, wirst du verlieren. Du wirst in diesen Momenten dein inneres Glück sowie deinen inneren Frieden deinem Recht haben wollen opfern.

Mikromanagement anstelle von vertrauensvoll

Fast jeder von uns kennt diese Augenblicke, in denen wir uns wieder einmal komplett im Mikromanagement unseres Lebens verstricken. Wir denken, wir wissen besser, wie etwas auszusehen oder welches Ergebnis einzutreffen hat und versuchen, das Leben dementsprechend zu kontrollieren. Frieden ist in diesen Momenten einfach wie weggewischt. Auch wenn zu Beginn des Weges unsere Absicht gut und unser Herz rein ist, können wir manchmal dennoch nicht verhindern, dass wir zu Schlafwandlern und Kontrollfreaks werden.

Mit weit geöffneten Augen träumen wir, dass wir das Leben kontrollieren können. Wir glauben, dass all unsere Gedanken und unsere kleinen Konzepte, die wir über die Welt hegen, zu 100 Prozent real sind. Wir denken, wir können das Universum verbiegen, damit es uns gehorcht.

Unser Frieden und die Liebe zur Wahrheit verlangen von uns, dass wir unseren Kontrollzwang aufgeben, vertrauensvoll sind und damit dem Leben die Chance bieten, sich frei zu entfalten. Wenn unser Glaube einsetzt, dass wir Dinge und Ergebnisse kontrollieren können/müssen, hat wieder einmal unser Ego gewonnen. Ärger und Frust melden sich immer dann, wenn wir bemerken, dass dem einfach nicht so ist. Schmerz ist das Lieblingsgefühl des Ego.

So holst du dich aus deinem Kontrollzwang wieder raus

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Wenn ich mich mal wieder dabei ertappe, dass ich diesen stressigen und schmerzhaften Gedankengang von „ich will mein Leben kontrollieren“ hinuntergehe, dann halte ich inne. Ich atme einmal tief ein und wieder aus und lese dann folgendes Gebet. Dieses Gebet habe ich immer bei mir, seitdem ich mich als Life Coach selbstständig gemacht habe. Ich habe es in meinem Kalender verewigt, damit ich mich immer daran erinnern kann, wieder vertrauensvoll auf die Dinge zu blicken:

„Ich lasse all mein Streben los. Meinen Drang, mich anzustrengen und zu kämpfen gebe ich hiermit auf. Ich nehme die Dinge genauso an, wie sie jetzt sind. Ich akzeptiere das Leben genauso, wie es in diesem Moment ist, sodass es sich in Güte und Liebe für mich entfalten kann.“

Betrachte alles, was du sagst, als ein Gebet

Ich weiß, dass Gebete auf einige von euch abschreckend wirken. Für mich war das früher auch der Fall. Wahrscheinlich liegt das daran, dass wir Gebete zu oft an Religionen koppeln. Im Namen von Religionen sind schon viele unglaublich schreckliche Dinge passiert. Dennoch ist nichts nur schwarz und nur weiß. Wo Schatten ist, ist auch Licht und umgekehrt. Wenn das Ego will, findet es immer einen Grund, warum es etwas ablehnt. Ich glaube an eine höhere Intelligenz, die existiert und bedingungslos wohlwollend und liebevoll ist. Einstein soll einmal gesagt haben, dass die wichtigste Grundsatzfrage, die wir uns stellen können, so lautet: „Ist das Universum ein freundlicher oder feindlicher Ort?“

Meine Einladung an dich ist, erst einmal zu schauen, wie ein Gebet auch für dich funktionieren kann. Ein Gebet ist erst einmal eine Aneinanderreihung von Worten und ich glaube fest, dass unsere Worte nicht neutral sind. Jedes Wort, dass du sprichst, trägt eine Energie, die nicht verloren geht. Diese Energie wird sich auf irgendeiner Ebene in deinem Leben widerspiegeln. Deshalb möchte ich gern so bewusst wie möglich meine Worte wählen und mir darüber immer im Klaren sein, was meine Wortwahl für eine Macht hat.

Wähle deine Worte bewusst

Auf Wikipedia (englische Version) steht Folgendes zum Thema Gebet: „Das Gebet ist eine Anrufung oder Handlung, die darauf abzielt, eine Beziehung zu einem Objekt der Anbetung, typischerweise einer Gottheit, durch bewusste Kommunikation zu aktivieren.“

Ein Gebet kann also als eine Art bewusste Kommunikation verstanden werden — etwas, was wir eh viel zu selten tun, bewusst kommunizieren. Wie wäre es also, wenn du ein Gebet als eine bewusste Kommunikation wahrnimmst? Schaden kann es zumindest nicht, bewusst mit dem Leben oder dem Universum zu kommunizieren. Wenn wir davon ausgehen, dass das Universum uns zuhört und bedingungslos wohlwollend ist, dann tut es dir bestimmt auch nicht weh, deine Worte bewusst(er) zu wählen und zu verstehen, dass jedes Wort eine bestimmte Energie mit sich bringt. 

Weniger Kontrolle mehr Vertrauen

Etwas Wunderbares passiert immer dann, wenn wir aufhören, uns gegen die Realität zu wehren.  Immer, wenn wir aufhören, unserem Ego die Show zu überlassen und immer dann, wenn wir akzeptieren, dass Dinge und Menschen so sind, wie sie sind und nicht, wie wir sie gern hätten, dann überkommt uns ein unbeschreiblicher Frieden. Denn ohne unseren Widerstand können wir den Moment einfach so wahrnehmen, wie er ist. In diesen Momenten werden wir uns der erstaunlichen Gnade und Güte bewusst, die das Leben per se ausmachen. 

Für mich sind das die schönsten Momente im Leben. Sie passieren nicht, weil meine offensichtliche Geschichte wie im Bilderbuch aussieht. Sie passieren, weil ich auf eine Metaebene gehe, vertrauensvoll bin und mich durchlässig mache für mehr als das, was ich mit den fünf Sinnen erfassen kann. Ich mache mich durchlässig für unsere wahre Natur. 

Das Leben ist nicht (nur) unsere offensichtlichen Erlebnisse. Das war es und ist es nie. Auch wenn es das ist, was wir zuerst gelernt haben. Es wird Zeit, genau das wieder zu verlernen. Unsere offensichtlichen /weltlichen Erfolge sind nicht das, was uns ausmacht, unsere Krankheiten sind nicht das, was uns definiert, unser Köper ist nicht unsere absolute Wahrheit und die Anerkennung eines anderen Menschen ist nicht, wer wir sind etc. Wir sind so viel mehr und wir sind zu so viel mehr fähig. 

Nichts, was (für uns) passiert, ist sinnlos. Es gibt keine Fehler, wenn wir uns durch das Leben vertrauensvoll lenken lassen.

Verrichte dein Werk, tritt dann zurück. Das ist der Weg zur Gelassenheit.“ — Lao-tse 

Sei das Licht
Peri

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Deine Peri

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