Trauer, Life Coaching, Peri Soylu, happycoollove

#40 Unsere Trauer trägt viele Gesichter

Peri Soylu Kommentar

#40 Unsere Trauer trägt viele Gesichter

 
 
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Die Welt ist eine maladaptive Lösung für ein nicht existierendes Problem.
- KENNETH WAPNICK

Es ist mal wieder Dienstag und ich bin zurück mit einer neuen happycoollove Podcast Episode. In der heutigen Folge geht es um die vielen Gesichter, die unsere Trauer annimmt.

Nachdem ich vor kurzem einen kleinen Moment der Irritation mit dem Thema hatte, habe ich wieder einmal hingesetzt und viel für euch darüber nachgedacht. Damit euch hoffentlich es beim nächsten Mal gelingt, Verständnis aufzubringen, anstelle von irritiert zu sein. Wir alle haben bewusst oder unbewusst eine Idee davon, wie Trauer zu funktionieren hat. Auch ich, das ist mir letzte Woche sehr klar geworden. Und dann hat mich die Situation der letzten Woche wieder daran daran erinnert, wie verschieden wir mit Traurigkeit umgehen.

Wir alle haben immer noch Ego-Gedanken

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Ego-Gedanken passieren. Es geht nicht darum, dass wir nie wieder einen Ego-Gedanken haben. Aber es geht sehr wohl darum, Verantwortung für deine lieblosen Gedanken zu übernehmen und was genau wir dann als nächstes tun.

Ich bin letzte Woche gestolpert. Denn ich habe eine Person verurteilt, weil sie augenscheinlich nicht so getrauert hat, wie ich Trauer verstehe. Ich war also irritiert, weil ich eine bestimmte Idee davon hatte, wie Trauer richtig funktioniert. Im Nachhinein finde ich meine Sichtweise zwar verrückt, aber in dem Moment hat die Person die für mich offensichtlichen Merkmale von Trauer nicht ausgestrahlt. Also war meine Schlussfolgerung, dass sie dann wohl auch nicht trauert.

Was war bei mir passiert? Meine Ego-Gedanken wollten recht haben und ich habe meinen Frieden dafür geopfert. Das Ego ist wie ein kleines Kind, dass ständig Ausschau danach hält, an welchen vermeintlichen Fehltritt eines anderen Menschen es sich als nächstes festhält, damit es Schmerz empfindet. Mein Verstand war also schnurstracks Richtung Urteil gegangen. Unser Ego liebt Urteil und Schuld. Die Folge davon sind Trennung und Schmerz. Durch meine Arbeit als Life Coach habe ich zum Glück genug Methoden und Mittel, um mich wieder auf das Wesentliche in uns zu besinnen.

Wir sind gleich

 Auch wenn unser Umgang mit verschiedenen Emotionen wie Trauer sehr anders sein kann, möchte ich heute vor allem aber auch darüber mit euch sprechen, dass wir uns inner wieder bewusst machen, wie ähnlich wir uns — jenseits von den offensichtlichen Dingen — sind. Wenn wir uns nicht regelmäßig ins Bewusstsein rufen, dass wir in unserer menschlichen Erfahrung alle gesehen, gehört und letztendlich geliebt werden wollen, dann ist es sehr leicht, sich nicht mit anderen Menschen verbunden zu fühlen.

Es geht so sehr schnell, dass wir in Trennung sind, den Körper überhöhen und dann verurteilen oder jemanden schuldig machen, wenn Dinge anders laufen, als wir es möchten. Was genau du also in solchen Momenten tun kannst, damit du dich wieder an deine Wahrheit erinnerst und aus dem Ego-Filter herausfindest, ist auch Thema der heutigen Podcast Folge.

Höchstwahrscheinlich trauert gerade jeder um etwas

Ich spreche heute auch darüber, dass wir in diesem Moment höchstwahrscheinlich alle etwas zu betrauern haben. Vielleicht zeigen wir das aber nicht jedem. Manchmal sind wir auch einfach abgelenkt oder suchen diese Ablenkung mit Absicht. Und wenn es in diesem Moment nicht so ist, dass du um etwas trauerst, weißt du aber, wie es ist Trauer zu empfinden. Denn es ist einfach Teil dieser weltlichen Erfahrung, auch dieses Gefühl zu erleben. Einen Menschen zu verlieren, eine Beziehung loszulassen, eine Freundschaft ziehen zu lassen, einen Traum aufzugeben…das sind zuerst Momente der Trauer.

Wie oft aber rufen wir uns das in unser Bewusstsein, dass es uns jenseits des Offensichtlichen oft sehr ähnlich geht? Dass wir die gleichen Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Hoffnungen, Träume und Wünsche haben? Es gibt keine neuen Gefühle und Gedanken. Alles wird immer wieder recycelt bis wir es nicht mehr tun, sondern ein neues Mittel anwenden, um uns unsere Gedanken anzusehen.

Sieh dich jetzt um. Der Mensch, der eben an dir vorbeigegangen ist, ist dir viel ähnlicher als du denkst und manchmal anerkennst. Wenn du weißt, dass er auch schon etwas erlebt hat, was in ihm Trauer ausgelöst hat, fühlst du dich mit ihm verbunden oder von ihm getrennt?

Sei also sanftmütig mit deiner Umwelt, denn wer weiß, durch was die Person neben dir derzeit durchgeht?

Danke für dein Licht
Peri

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Deine Peri

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