Gott, Ein Kurs in Wundern, happycoollove Podcast, Peri Soylu

#156 Gott lässt sich nicht spotten

Peri Soylu Kommentar

happycoollove Podcast: Dein Podcast für mehr Lebenssinn, Bewusstsein und Klarheit
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#156 Gott lässt sich nicht spotten
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„Die Wirklichkeit braucht keine Mitwirkung deinerseits, um sie selbst zu sein.“
- EIN KURS IN WUNDERN, T-21.V.2:1

Letzte Woche hab ich mich mit jemandem darüber unterhalten, wie ich mein Vertrauen in das dominante Denksystem verloren und dafür Gott gefunden habe. Ich glaube, dass all die, die „Ein Kurs in Wundern“ oder ähnliche Werke finden oder diese uns, meist schon lang aus dem dominanten Denksystem hinauskatapultiert worden sind und uns in vielerlei Hinsicht — abseits des System des Ego — meist gut zurecht finden. „Ein Kurs in Wundern“ ist für fast niemanden von uns eine Einstiegslektüre gewesen. 

Dieses Rausfliegen ist erst einmal ein ziemlich ungemütlicher, um nicht zu sagen, schmerzhafter Moment. Alles, woran du bis zu jenem Zeitpunkt geglaubt hast, wird hinterfragt. Deine Welt, wie du sie dir bis zu diesem Zeitpunkt erklärt hast, fällt einfach in sich zusammen. Du blickst auf die Asche deines Seins und es gibt dann diese Möglichkeiten: Du kapitulierst oder du erhebst dich aus der Asche, wie ein Phönix. 

Das Narrativ des dominanten Denksystems

happycoollove News! Ab jetzt kannst du den happycoollove Podcast mit ganz viel looooove und Wertschätzung überschütten:


Oft werden wir aus dem Traum des dominanten Denksystems herausgerissen, weil uns etwas richtig, richtig (vermeintlich) Schreckliches passiert: Wir werden schwer krank, die Ehe zerbricht, jemand, den wir lieben verstirbt oder vielleicht verlieren wir unser Business, viel Geld, den Status oder den Job, der unsere Identität definiert hat. Dennoch glaube ich fest, dass das Leben immer für dich passiert. Auch diese vermeintlich schrecklichen Dinge passieren, weil dich das Leben / Gott / das Universum auf etwas aufmerksam machen wollen. Genau diese Nachricht hinter den Ereignissen zu verstehen, ist dein Job. 

Interessanterweise war mein Moment, in dem ich wusste, dass das Narrativ des dominanten Denksystems und damit des Ego (so nennt „Ein Kurs in Wundern“ den Aspekt von uns, der an die Trennung glaubt, verurteilt, angreift und in Angst und Mangel lebt) für mich nicht mehr funktioniert nicht so offensichtlich für meine Außenwelt, aber dennoch sehr schmerzhaft. Ich war brav allen Dingen gefolgt, die mir dieses System aufgetragen hatte, um glücklich zu sein. Ich hatte alles im Außen beachtet: Ich war eine gute Schülerin gewesen — und das obwohl die Schule kein Ort war, an dem ich gerne war und das obwohl ich Bildung sehr zu schätzen weiß. Dennoch habe ich mich diszipliniert, ein gutes Abitur zu machen. Danach habe ich studiert und im Anschluss hatte ich einen Job, der wohl dem Bild entsprach, angenommen, also dachte ich: „Fein, jetzt habe ich alles, was ich gelernt habe über Glück angewendet, also muss jetzt Glück bei mir eintreten.“ Das Gegenteil war aber der Fall — oder besser gesagt, nichts im Außen konnte dazu führen, dass mein Innen sich gut anfühlte: Ich war 26 Jahre und vollkommen unglücklich. Das war mein Moment in dem meine Welt in sich zusammenfiel — kurz und schmerzvoll. Das war der Moment in dem ich das erste Mal an unserem dominanten Denksystem und dem Narrativ des Ego gezweifelt habe. 

Was war passiert?!

Mit 26 Jahren wusste ich noch nicht, warum ich so gegen die Wand gefahren war. Aber ich wusste, dass ich dieses System und seine Motive hinterfragen konnte. Wenn ich etwas im Studium gelernt hatte, dann das: Wie ich diese Welt und das, was wir als „normal“ empfinden, systematisch hinterfrage. Denn meine Möglichkeiten waren damals sehr begrenzt: Ich konnte so weitermachen wie bisher oder Antworten auf meine großen Fragen finden. 

Mein Ego hatte mich ziemlich gut betrogen und das wollte ich nicht einfach nur so hinnehmen. Es musste eine Alternative geben oder ich würde beim Versuch, eine Alternative zu finden, draufgehen. Denn eines wusste ich, hätte ich so getan, als wenn nichts gewesen wäre, wäre ich in jenem Moment bereits innerlich tot. Innerlich war ich schon ziemlich abgestumpft, noch ein kleines bisschen mehr und ich wäre wohl zum Zombie geworden. Ich hatte also wirklich nichts zu verlieren. Und ich glaube, das ist ein großer Unterschied zwischen Menschen, die einen alternativen Weg eingeschlagen haben und Menschen, die heute immer noch am dominanten Denksystem festklammern. Ich glaube, dass ich — wenn ich dem Ego nicht immer nur glaube — nichts Wesentliches mehr zu verlieren habe. Meine Ego-Welt ist bereits vor so vielen Jahren weitestgehend in sich zusammengebrochen. Das „Schlimmste“ liegt also schon hinter mir. 

So geht’s noch nicht allen von uns und deshalb klammern sich manche von uns auch so vehement an das dominate System. Sie haben Angst vor dem Nichts, was kommt, wenn sie das Ego sterben lassen. Aber wie versichert es uns „Ein Kurs in Wundern“: Ohne das Ego ist alles Liebe (Gott). Wir haben — im absoluten Sinne — also nichts zu verlieren. Aber wenn du diese Dimension des Bewusstseins (noch) nicht pflegen kannst, wenn auch nur für ein paar Augenblicke — dann denkst du, dass du sehr, sehr viel zu verlieren hast. 

Der Weckruf von Gott

Ich kenne Menschen, die auch mit Weckruf einfach so weitermachen wie vorher. Immer wieder dem Diktat des Ego auf den Leim gehen, wenn es einem sagt, dass es immer noch etwas im Außen zu erreichen gibt, damit du endlich vollkommnes Glück empfinden kannst. Ich weiß nicht, warum ich damals mit 26 Jahren irgendwie schon diesen Moment erreicht hatte, wo ich dachte, dass das nicht aufgeht. Warum ich dem Ego nicht mehr ganz glauben konnte, dass das alles zu meinem Besten war. Es war ein inneres Wissen, welches ich nicht erklären konnte. Ich kann es bis heute nicht erklären, wenn ich einfach innerlich weiß, dass ich weiß. Die stille sanfte Stimme für Gott, wie „Ein Kurs in Wundern“ sie nennt, war in jenem Moment da und dafür bin ich ewiglich dankbar. 

Ich bin mir fast sicher, dass jeder, der den happycoollove Podcast hört, einen Weckruf — oder vielleicht sogar mehrere — Weckrufe hatte. Diese passieren für uns, damit wir endlich verstehen und wissen, dass das Ego nicht der Weg ist, dass Gott sich nicht von diesem Aspekt unseres Geistes verspotten lassen kann. Es geht nicht. Nicht, weil Gott recht haben will, sondern, weil wir einfach nicht gegen die absolute Wahrheit ankommen können. Lieblos zu sein wird auf dieser Ebene des Menschlichen nicht ohne Konsequenz für uns bleiben. Und auf der absoluten Ebene fällt es nicht einmal ins Gewicht. Wir können nicht ewiglich fehlkreieren. Unser Ego kann uns nicht ewiglich fehlleiten. Die Wahrheit kann durch uns nicht verändert werden, bloß weil unserem Ego danach ist. Denn Gott lässt sich nicht spotten. 

Gott lässt sich nicht spotten

Seit einiger Zeit kommt mir beim Beobachten der Weltsituation der Satz, „Gott lässt sich nicht spotten“, in den Sinn. Und natürlich musste ich mal wieder genauer hinsehen. Der Satz stammt aus der Bibel: „Irrt euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.“— Galater 6

Mir ist fast egal, wie wirr unser Außen wirkt. Das ist nicht Gott, was wir da im Außen wahrnehmen. Das ist das Ego, welches grad Amok läuft. Und dann erinnern wir uns, die Liebe (das, was wir in Wahrheit sind) lässt sich nicht spotten. Zumindest nicht ohne Konsequenz auf menschlicher Ebene und auch nicht für immer. 

Wir können nicht für immer die Augen davor verschießen, wer wir in Wahrheit sind. Gott lässt sich nicht für immer verleugnen. Denn wenn wir das tun werden wir leiden. Und genau das ist, was wir vermehrt um uns herum wahrnehmen: Leid. Wir müssen uns damit nicht gleichsetzen oder es selber annehmen und leben. Es muss nicht auch unsere Identität werden. Dennoch tue ich nicht so, als wenn ich das Leid, welches derzeit auch sehr spürbar ist, nicht wahrnehme. Das Leid muss nicht den Großteil meiner Wahrnehmung widerspiegeln. Denn wie sagt „Ein Kurs in Wundern“ so schön: „Wahrnehmung ist eine Wahl, keine Tatsache.“ 

Wenn ich mich für Gott entscheide, nehme ich vielleicht das Leid war, welches das Ego kreiert, aber erinnere mich auch gleichzeitig daran, dass Gott eine andere Wahrheit für mich bereithält. Und dorthin will ich sehen, daran mich erinnern. Gott lässt sich nicht spotten heißt für mich, dass wir nicht für ewig unsere wahre Identität leugnen können. Früher oder später werden wir uns alle erinnern, dass wir in Wahrheit genau das Gegenteil von dem sind, was uns das Ego grad mit seiner irreführenden Taktik versucht beizubringen. Wir sind gut, wertvoll, unschuldig und liebevoll. 

Von deiner derzeitigen Wahrnehmung hängt mehr ab, als du grad denkst
Deine Peri

P.S. Zum Schluss gibt's heute für dich: Antarjamee/Father in Heaven  von Hansu Jot.

Es heißt, dass dieses Mantra wie ein Schutzschild vor der Dunkelheit und Lieblosigkeit wirkt. Das Singen und Hören des Mantras bringt Frieden, Glück, gute Gesundheit und Wohlstand.
So ist es.
Amen.

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Bemerkungen 5

    1. Post
      Author

      Liebe Manuela,

      herzlichen Danke für den Link zum Interview von Laura Seiler mit Neale Donald Walsch. Ich höre ihm manchmal am Mittwochabend auf Clubhouse zu. Dort spricht er über Gespräche mit Gott. Ich bin immer sehr dankbar, seiner liebevollen, unaufgeregten und gütigen Stimme zu lauschen.

      Herzenssegen
      Peri

  1. Hallo Peri,
    Gedanken zu „Gott lässt sich nicht spotten“
    „Was weiß ein Mensch der nicht gelitten hat?“
    Diese Frage stellt der Mystiker Heinrich Seuse (14.Jahundert). Sie trifft auf uns alle zu. Leid ist ein Teil des Lebens. Meist müssen wir selbst Leid erleben, um das Leid der anderen mitfühlen zu können. Ich denke auch, dass „Ein Kurs in Wundern“ speziell für Menschen mit reichlich Erfahrung mit Leid und Schuld (Weckrufe der Seele?) ein wundersames Elixier ist.
    Liebe Grüße
    Jakob

    1. Post
      Author

      Moin lieber Jakob,

      danke für deine Gedanken. Ja, ich glaub auch, dass uns menschliches Leid mitfühlender und verständnisvoller macht. Marianne Williamson hat mal gesagt, dass – wenn zwischen zwei Menschen sitzen – uns diese gut ansehen sollen und uns vor Augen führen dürfen, dass diese zwei Personen wahrscheinlich auch schon den ein oder anderen Moment hatten, in dem sie großes Leid erfahren haben. Und genau das zuzulassen für jeden Menschen, egal, wie sehr er/sie uns herausfordert, öffnet doch gleichzeitig auch wieder das Herz diesem Menschen gegenüber.

      Wir alle sind auf dem Weg zurück zu Gott. Und da es Zeit nicht wirklich gibt, sind wir schon da. Was haben wir hier wirklich zu verlieren?
      Hab einen guten Start in die neue Woche und lieber Gruß
      Peri
      P.S. Ich höre grad das Textbuch als Audiobuch. Das hallt noch mal anders bei mir nach. Voll schön.

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