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#181 Über gute Lehrer und das Vertrauen in dich selbst

Peri Soylu Kommentar

happycoollove Podcast: Dein Podcast für mehr Lebenssinn, Bewusstsein und Klarheit
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#181 Über gute Lehrer und das Vertrauen in dich selbst
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„Alle Unterschiede zwischen den SÖHNEN GOTTES sind vorübergehend.“
- EIN KURS IN WUNDERN, H-4.2:1

In der “Complete and Annotated Edition“ von Ein Kurs in Wundern“ gibt es im Kapitel 3 einen kurzen Abschnitt, der “The Fear of Teaching“, also “die Angst vor dem Lehren“, heißt. Dieser Abschnitt ist ein Augenöffner, wenn es darum geht zu verstehen, was die Rolle eines Lehrers laut EKIW ist. Ich habe ja schon einmal eine Folge vom happycoollove Podcast dem Thema Gurus gewidmet und warum ich „Ein Kurs in Wundern“ als meinen Guru empfinde, falls ich so etwas überhaupt habe. 

Nichtsdestotrotz hab ich noch einmal über das Thema “gute Lehrer“ nachgedacht. Übrigens, wenn ich hier “nachdenken“ schreibe, dann meine ich nicht, dass ich mir das Hirn zermartere, sondern einfach das Thema in mir ruhen lasse. Ich nehme es auf, lege es wieder ab, dann greife ich es wieder auf. Ich beobachte es, wechsle die Perspektive und meditiere darauf, bis ich vielleicht eine Erkenntnis habe oder eben nicht. 

Freiheit oder Einengung?

Der  happycoollove Podcast entsteht mit viel Liebe und großem Zeiteinsatz. Wenn du magst, was du hier hörst, dann lass doch gleich etwas von deiner Wertschätzung hier. Danke für deine Unterstützung:

Ich hab eine große Frage, die mich mit Lehrern, Weisen und den Gurus dieser Welt — oder wie auch immer wir die Personen, die das Material an uns weitergeben — nennen wollen: Fühle ich mich frei oder eingeengt durch das, was die Person mir sagt? Ich glaube ganz tief daran, dass ein wahrhaft guter Lehrer, dich nie zu etwas zwingen oder dir etwas aufdrängen wird — auch nicht seine Sicht auf die Dinge. Ein guter Lehrer will sogar, dass du ihn und das, für was er steht, hinterfragst. Letztendlich ist er da, um dich wieder auf deine Wahrheit aufmerksam zu machen. Es ist gar nichts persönliches. Es geht darum, dass er dich an deine Macht erinnert, die genau so groß ist, wie die seine. Es gibt somit nur einen temporären Unterschied zwischen euch auf der menschlichen Ebene und gar keinen auf der absoluten Ebene. 

Hand auf’s Herz: Kein Lehrer dieser Welt ist neutral. Auch ein Lehrer kommt mit seiner Biografie und mit seinen Erfahrungen. Egal, wie geklärt er ist, er hat seine Überzeugungen und er ist auch immer gleichzeitig ein Schüler. Per se ist das ja kein Problem, wenn er sich dessen bewusst ist, nicht klammert und vielleicht auch die Größe hat, über diese Begebenheit zu lachen. Ein Lehrer ist immer nur jemand, so wie EKIW auch, der auf das aufmerksam machen kann, was die Wahrheit jenseits der Worte ist. Diese Wahrheit ist jenseits von dem, was jemand dich lehren kann. Du fühlst, weißt für dich selbst. Der Lehrer ist also wie ein Wegweiser. Die Reise, die du antrittst, ist dennoch die deine — du bist dein eigener Guru. Das ist, was dir jeder gute Lehrer mitgibt. 

Die Lehrer-Schüler-Beziehung

EKIW sagt uns, dass wenn ein Lehrer mit den äußeren Umständen abgelenkt ist, wie z.B. wie viele Schüler er hat oder wie diese Schüler sich ihm gegenüber verhalten etc., hat der Lehrer den wahren Zweck seines Lehrens aus den Augen verloren. Der wahre Zweck ist, sich und die Schüler aus der Wüste zu führen, also aus der Welt des Ego zurück zur liebevollen Sicht, zum wahren Selbst. Sobald der Lehrer sich selbst zu ernst nimmt, kann es möglich sein, dass er sich in Nebensächlichkeiten verfängt, seine Interpretationen zu festgefahren werden und er vielleicht auch vergisst, dass Offenheit für Veränderung — auch für seine eigenen Ansichten und Wahrnehmungen — dazugehören. Jeder Lehrer ist gleichzeitig auch immer noch ein Schüler.

Manchmal passiert es, dass wir versucht sind zu klammern und recht haben wollen. Wir sind dann versucht zu denken, dass es nur einen richtigen Weg gibt, den wir bereits erfasst haben. EKIW lehrt uns, dass es viele Wege zurück zur Wahrheit gibt und dass auch dieser Kurs nur ein Wegweiser zurück dorthin ist, wo Worte nicht zählen. Worte sind ein Filter auf die Wahrheit, der, der diese Worte spricht, ist ein weiterer Filter auf die Wahrheit. Die reinstmögliche Form des Erfassens liegt also immer bei uns selbst.

Hinterfrage alles

Du bist genauso fähig, die Wahrheit für dich zu erfassen. Vielleicht brauchst du ein paar Hinweise von jemandem, der dir temporär ein, zwei Schritte voraus ist. Aber deine Art auf die Dinge zu blicken, ist wichtig für deine Reise. Du bist genau so mächtig, wie jeder Mensch, der sich Lehrer nennt. Hier geht es nicht um falsche Bescheidenheit oder Arroganz, sondern genau ums Gegenteil, um wahre Demut. So sagt es EKIW in Lektion 186:

„Das Einzige, was von uns verlangt wird, ist, unseren Teil in aufrichtiger Demut anzunehmen und nicht mit selbstbetrügerischer Arroganz zu verleugnen, dass wir würdig sind. Was uns zu tun gegeben ist, das zu tun haben wir die Stärke. Unser Geist eignet sich vollkommen, den Teil zu übernehmen, der uns von einem, der uns gut kennt, zugewiesen wurde.“

Hinterfrage Dinge, hinterfrage mich, hinterfrage den Kurs, hinterfrage alles, denn deine Reise nach innen sollte vor allem mit deiner Fähigkeit zu reflektieren und meditieren passieren. Ich habe vielleicht eine Art und Weise den Kurs zu interpretieren — und vielleicht findest du sie wirklich hilfreich für deinen Start und deinen Weg mit dem Kurs, worüber ich sehr dankbar bin. Dennoch passiert etwas nur für dich, wenn du dich traust, selber mit den universellen Grundsätzen aus dem Kurs in die Tiefe zu gehen. Da passiert deine Interaktion, du hast deinen Teil mit dem Kurs. Du bringst deine ganz eigene Farbpalette mit und darin liegt deine Aufgabe. Gib diese Macht nie jemand anderem. 

Du bist genau so fähig, den Kurs zu dir sprechen zu lassen, wie ich es bin. Woher weiß ich das? Der Kurs hat dich gefunden. Und wenn er an dich glaubt, wer bin ich, es nicht zu tun? Was habe ich davon, es nicht zu tun? Ich glaube an dich und der Kurs glaubt an dich. Das ist, was ich am Kurs liebe: Er schenkt uns allen so viel Vertrauen, er hat die Zuversicht, dass jeder, der liest, erkennt. Er sieht unsere wahre Größe und unser Licht. Er gibt uns Denkanstöße, Wegweiser und Übungen, damit wir aktiv unseren spirituellen Muskel stärken.

Ich glaub an dich, sehr sogar
Deine Peri

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