Ratschläge, gut gemeinte Ratschläge, Peri Soylu, Life Coach, Hamburg, happycoollovede

Warum Ratschläge oft als Kritik ankommen

Peri Freunde, Freundschaft, Ratschlag, Ratschläge, Tipps Kommentar

Keine Frage, gut gemeinte Ratschläge von lieben Menschen aus deiner Umwelt zu erhalten, nach denen du nicht gefragt hast, kann herausfordernd sein und dich manchmal auch triggern.

Du möchtest vielleicht nicht hören, wie du die Dinge besser angehen kannst — vor allem, wenn du nicht nach Feedback gefragt hast. Es ist also kein Wunder, dass du dich in solchen Situationen getriggert, angegriffen oder kritisiert fühlen kannst. Auch wenn die Ratschlaggeber damit helfen wollen, passiert dann oft genug das Gegenteil.

Mit der konstruktiven Einschätzung deiner Lage von einer Person deines Vertrauens verhält es sich meist so: Es ist einfach dieses Feedback anzunehmen, wenn du a) explizit darum bittest und b) wenn jemand darin geübt ist, bestimmte Feedbackregeln einzuhalten.

Doch wie kannst du mit Ratschlägen am besten umgehen, die dich triggern und nicht in komischen Gedanken verharren? Hier kommen meine Tipps:

1. Deine Familie und Freunde wollen dir wirklich nur helfen

Vergiss nicht, dass Freunde und Freunde es mit Sicherheit wirklich nur gut mit dir meinen. Sie teilen mit dir nur, was sie in deiner Situation anders machen würden. Gehe also immer davon aus, dass sie sich wirklich um dich sorgen und nur dein Bestes wollen. Auch wenn es sein kann, dass sich ihre Idee von diesem Besten und deine Idee einfach nicht decken. Gehe immer vom Besten aus und denke nur das Beste von deinen Lieben. Wir alle schießen mal über unser Ziel hinaus, du auch.

2. Nimm die Ratschläge nicht persönlich

Okay, ich weiß, dass das wieder keine Aufgabe für den Kindergarten ist, sondern eher Universitätsniveau darstellt, aber es ist wirklich so. Was Menschen sagen, sagen sie zu 99% nicht deinetwegen, sondern ihretwegen.

Außerdem: Wenn dich dieser Ratschlag triggert ist es bestimmt auch gut, dich zu hinterfragen, woran das liegt. Wieso kannst du nicht einfach sachlich mit der Information umgehen? Ist das vielleicht etwas, wo du eher hinsehen solltest, als dich über andere zu ärgern?

Oder wie wäre es beim nächsten Mal anzumerken, dass du dankbar bist für das Feedback, aber derzeit ganz gut zurechtkommst und keine Ratschläge  benötigst? Frag nach dem, was du willst. Erwarte nicht, dass andere Personen deine Bedürfnisse erraten können.

3. Schätze deine Familie und Freunde, so wie sie sind

Deine Familie und Freunde haben dich gern. Sie haben dich auch in den Momenten gern, wo sie Dinge tun, die dir vielleicht nicht passen. Dennoch kannst du dir immer wieder sagen, dass die Intention dahinter bestimmt gut war. Außerdem ist das nur eine einzige Situation in der du irritiert bist. Dieser Moment repräsentiert nicht eure Beziehung zueinander.

FEEDBACK und Ratschläge GEBEN

Gutes Feedback geben, so dass wir die Ratschläge annehmen können, ohne uns kritisiert zu fühlen, ist bestimmt eine Kunst. Hier sind meine Tipps für gutes Feedback geben:

#1 Hinterfrage deine eigene Intention:

Warum möchtest du in diesem Moment Ratschläge aussprechen? Frage dich ganz ehrlich, ob dein Feedback die andere Person wirklich voranbringen kann und die Situation verbessert. Falls nicht, dann mach dir eine Übung draus, einfach nur zuzuhören und eine gute Zeit mit der anderen Person zu haben.

#2 Was ist dein Auftrag?

Wenn dir jemand sein Herz ausschüttet, dich aber nicht dazu aufgefordert hat, Ratschläge oder Feedback zu geben, dann mach dir doch eine Übung daraus, einfach anwesend für den anderen zu sein. Hör deinen Freunden aufmerksam zu. Falls du denkst, jemand könnte bei einem heiklen Thema Ratschläge gebrauchen und du bist nicht sicher, ob deine Freunde ein Feedback von dir haben wollen, dann frag sie einfach. Dann gibt es keine Missverständnisse.

#3 Wie formulierst du deine Ratschläge?

Es ist immer möglich Ratschläge so zu kommunizieren, dass der/die Empfänger/in gut damit umgehen kann oder aber auch nicht. „Du musst einfach 5 Kilo abnehmen und nicht so viel Zeit mit jammern verlieren“, ist z.B. eine nicht sehr charmante Art, ein Feedback zu geben.

Besser wäre, eigene Erfahrungen einzubringen, in Ich-Form zu formulieren, Verständnis zu zeigen und Vorschläge auf Augenhöhe zu machen. Vielleicht hast du ja ähnliche Situationen bei dir auch schon einmal erlebt und dadurch kannst du ableiten, was helfen könnte, wie z.B.: „Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht. Ich habe letztes Jahr auch versucht, abzunehmen. Damals hat mir … geholfen. Hast du das schon einmal ausprobiert?“

Sei das Licht
Peri

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.