Unterschied, Talent, Durchhaltevermögen, gut, außergewöhnlich

Der Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich

Peri Ein Kurs in Wundern Kommentar

„A master is a beginner who kept beginning.“

Ich habe mich hinterfragt, was den Unterschied zwischen „gut“ und „außergewöhnlich“ ausmacht. Meine Antwort lautet: Übung und Durchhaltevermögen. Was ist mit Talent? Ich denke, dass Talent eine gute Basis ist, auf der wir aufbauen können. Aber aus meiner Sicht reicht Talent allein nicht aus. 

Wir unterschätzen manchmal, wie wichtig Ausdauer ist, wenn wir wirklich außergewöhnlich auf einem Gebiet sein möchten. Für mich gilt, dranzubleiben, Niederschläge wegzustecken und dennoch weiterzumachen, wenn wir wirklich auf einem Gebiet Außergewöhnliches leisten wollen. 

Übung und Durchhalten

Ed Sheeran hat einmal in einem Interview gesagt, wie oft er zu hören bekommt, dass er mit angeborenem Talent zu singen auf die Welt gekommen ist. Aber für ihn stimmt das so nicht. Auch er musste (sehr viel) lernen, üben und dranbleiben. Für mich ist es unsagbar tröstlich, dass Ed Sheeran zugibt, dass er nicht als perfekter Musiker auf die Welt gekommen ist. Denn das ist der dominante Diskurs, der in unserer Gesellschaft über Musiker stattfindet. Irgendwie sind alle kommerziell erfolgreichen Musiker mit Talent auf die Welt gekommen und die nächste Haltestelle war dann der Plattenvertrag. Sie sind ohne Zwischenschritte von A nach Z gelangt. Oft sehen wir nur noch das erfolgreiche Ergebnis. Schnell denken wir dann, dass jemand wie Ed Speeren den Erfolg in den Schoß gelegt bekommen hat. Aber auch Ed Sheeran hat mal schlecht gesungen

Wir sollten den Prozess bzw. den Weg schätzen lernen, den wir gehen. Wir können nicht alle erwarten, dass wir — wenn wir mit etwas beginnen — gleich gut darin sind und ich rede nicht einmal von außergewöhnlich.

Zwischen A und Z liegen noch vierundzwanzig weitere Buchstaben

Wir haben oft nicht die Geduld, um an etwas dranzubleiben. Zu schnell sind wir daran interessiert, messbare Ergebnisse zu sehen. Wenn wir nicht gleich bewundert werden oder unser neustes Projekt nicht sofort Geld abwirft, dann kommen Zweifel auf. 

Etwas Schönes zu kreieren benötigt Zeit. Marianne Williamson hat mal gesagt, dass wir einfach gar nicht mehr den Wert darin sehen können, in etwas gut zu werden. Wir wollen alle direkt von A nach Z. Alles dazwischen wollen wir am liebsten überspringen. Warum geben wir uns nicht die Zeit und die Güte, Anfänger zu sein? Was ist daran denn so schlimm? 

Wie wäre es, wenn wir den Prozess wieder genießen könnten? Die Phase, in der einfach offen und neugierig sein können, weil wir noch keine Erfahrungswerte haben, hat etwas Schönes. Wir könnten uns auf das Abenteuer einlassen und die Menschen wieder wirklich wahrnehmen, anstelle die Augen nur auf eine Zukunft zu richten.

Unser utilitaristisches Denken stellt uns oft ein Bein

Wir verharren zu viel im strategischen Gedanken und stellen uns die Frage: Was nützt mir das? Wenn du etwas tust, fragst du zu oft, auf was das genau jetzt einzahlt. Einfach Lust darauf zu haben, etwas Schönes zu produzieren, reicht anderen und meist auch dir nicht aus. 

So erging es mir, z.B. als ich die Idee hatte, den happycoollove Podcast zu starten. Ich hatte keine wirtschaftlich sinnvolle Strategie. Gott sei Dank. Ich wollte einfach podcasten. Ich dachte, ich will meine Gedanken zum Thema was ein wirklich sinnvolles Leben ausmacht festhalten. Ich wollte mit dir Teilen, was mir hilft, aus dieser Welt einen Sinn zu machen in der Hoffnung, dass es dir auch dient. Wenn man so will, war das meine Strategie.

Hätte ich das alles erst mit einer wirtschaftlich haltbaren Strategie machen dürfen, dann hätte ich den Podcast nicht gestartet. Das wäre schade gewesen. Denn ich merke selber, dass ich langsam gut werde. Irgendwann, wenn ich lang genug dranbleibe, mache ich vielleicht etwas Außergewöhnliches aus diesem Format. Aber nur, wenn ich dranbleibe, durchhalte, stolpere und wieder aufstehe.

Mehr Kunst um der Kunst willen

Wir sollten wieder Dinge öfter tun, weil wir sie wirklich, wirklich mit dem Herzen tun wollen. Die Frage: „Was ist für mich drinnen?“ stört dabei.  

Lass uns wieder mehr Dinge tun, weil wir einfach tief in unserem Herzen spüren, dass sie richtig sind. Denn das sind die Momente, wo wir uns wirklich lebendig fühlen. Dann fühlt sich das Leben gut uns sinnvoll an. Es geht nicht nur darum, das etwas ein wirtschaftlicher Erfolg wird. Die Tatsache, dass etwas wirtschaftlich erfolgreich ist, muss nicht auch damit einhergehen, dass es inhaltlich gut und hilfreich ist. McDonalds ist nicht gut für uns, aber wirtschaftlich sehr erfolgreich. 

Ich persönlich feiere jeden Menschen, der seinem inneren Ruf folgt. Den meisten machen solche Menschen eher Angst. Warum? Weil sie dann sehen, dass es doch möglich ist, seiner inneren Stimme zu folgen ohne zu verhungern. Wenn es dann Beweise dafür gibt, dass das möglich ist, dann können sie ihre eigene Geschichte nicht mehr aufrechterhalten, warum das für sie nicht möglich ist. 

Beruf(ung): Philosoph

Als ich einmal bei einer Lesung von Richard David Precht saß, kam mir plötzlich ein Gedanke. Er ist Philosoph in der heutigen Zeit, wo wir meist nur noch das studieren, was wir als nützlich empfinden. Er aber hat Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte studiert. Als ich früher an der Leuphana Universität in Lüneburg in der Studienberatung gearbeitet habe, habe ich diese Gattung der Studierenden „Elfenwissenschaftler“ genannt. Sie waren für mich Menschen, die nicht viel mit der faktischen, praktischen und wirtschaftlich denkenden Welt anfangen konnten. Ich meine das mit der Elfe nicht respektlos, ganz im Gegenteil. Auch ich fühle mich oft wie eine Elfe. Als wäre diese Welt nicht mein richtiges Zuhause. Ich finde mich zwar gut in dem dominanten System zurecht, nehme es aber nicht als meine ultimative Wahrheit an.

Zurück zu Precht: Er hat sich also etwas getraut, was sich immer weniger Menschen in unserer heutigen Zeit trauen. Er hat etwas studiert, was nicht direkt in einen finanziell lukrativen Job übersetzbar ist. Dennoch hat er es geschafft, etwas sehr wirtschaftlich erfolgreiches daraus zu machen. Vielleicht hat er sich wenig Gedanken darum gemacht, ob er viel Geld damit macht. Sondern vielleicht hat er sich einfach mal gefragt, ob es ihm Freude macht. Und so sollte es uns immer gehen. Wenn wir unsere Entscheidungen öfter so treffen würden, dann wäre unsere Gesellschaft bestimmt eine andere. 

Vertraue, dass es zu Etwas gut ist

 

Sei das Licht
Peri

Wenn du den Wunsch verspürst, etwas zu tun und wenn dieser Wunsch wirklich aus deinem Herzen kommt, dann vertraue, dass es für etwas gut ist. Vielleicht weißt du noch nicht, was und vielleicht wirst du es auch nicht in sechs Monaten wissen — aber du wirst es sehen, wenn es soweit ist. Alles entfaltet sich zu seiner Zeit. Im Nachhinein wird dir oft klar, wozu Dinge gut sind. 

Wie bereits erwähnt, wirtschaftlicher Erfolg muss nicht immer heißen, dass du etwas Schönes für die Welt kreiert hast. Aber wir brauchen noch mehr Menschen, die Platz machen für die schönen Dinge im Leben, die — auf den ersten Blick — nicht sofort in Geld und materielle Dinge übersetzbar sind. Wir brauchen mehr Dinge, die uns uns staunen lassen darüber, zu welch außergewöhnlich schönen Sachen wir Menschen fähig sind. Wir sollten uns damit alle immer wieder daran erinnern, wie viel Potenzial in uns steckt, wenn wir es zulassen.

„Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant sein soll?Aber wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem Einzelnen.Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen.“

P.S. Gibt es auch etwas in deinem Leben, worüber du hinauswachsen möchtest? Denkst du darüber nach, dich individuell coachen zu lassen?

Dann lass uns sprechen!

Such dir deinen Termin für ein 30-minütiges Beratungsgespräch aus und wir reden unverbindlich über die Grenze, die dich derzeit am meisten zurückhält. Ich freue mich auf dich!

P.P.S. Sharing is caring: Dieser Post ist mit viel Liebe und Herzblut entstanden. Wenn er dich inspiriert hat, dann teile deine Aha-Erlebnisse, hinterlass mir ein Kommentar oder like diesen Artikel. Danke.
Deine Peri

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